Was ist, wie es tickt und wie wir es beeinflussen können.

Ohne unser Unter­be­wusst­sein könn­ten wir nicht über­le­ben. Egal, ob wir mit dem Auto zur Arbeit fah­ren, uns mit Freun­din­nen unter­hal­ten oder ein­kau­fen gehen: Es beglei­tet uns in jeder Sekun­de und beein­flusst die Art, wie wir den­ken und uns ver­hal­ten – ohne das wir etwas davon mit­be­kom­men.

Das Unterbewusstsein als Autopilot

Das Gehirn lenkt 90% unse­rer Akti­vi­tä­ten unbe­wusst und steu­ert so Atmung, Herz­schlag, Spra­che, Gedan­ken oder Bewe­gun­gen ohne unser Zutun. Ähn­lich wie bei einem Auto­pi­lo­ten im Flug­zeug, bei dem ein fes­tes Flug­pro­gramm das Kom­man­do über­nimmt und nicht der Pilot.

Bei uns Men­schen ist das Unter­be­wusst­sein der Auto­pi­lot.

Bei­spiels­wei­se tre­ten wir wäh­rend des Auto­fah­rens ganz auto­ma­tisch die Kupp­lung, um einen Gang höher zu schal­ten und über­le­gen nicht bewusst, wie genau wir den Fuß dafür bewe­gen müs­sen. Oder wir fah­ren Fahr­rad. Wie lan­ge hat es damals gedau­ert, bis end­lich die Stütz­rä­der abge­schraubt wer­den konn­ten?

Heu­te ist es ein Auto­ma­tis­mus. Wir machen es ein­fach. Unbe­wusst.

Unbewusste Emotionen

Eben­so unbe­wusst ent­ste­hen unse­re Emo­tio­nen. Das geschieht über unse­re 5 Sin­ne: Alles, was wir sehen, hören, rie­chen, schme­cken oder fühlen, geht als Reiz über die Ner­ven­bah­nen zum Gehirn. Hier wird in Bruch­tei­len von Sekun­den geprüft, ob zu die­sem Sin­nes­reiz schon ein emo­tio­na­les Pro­gramm exis­tiert.

Wenn ja, wird sofort der glei­che Hor­mon­cock­tail ausgeschüttet, wie bei der Erst­pro­gram­mie­rung, also der Situa­ti­on, in der ein Gefühl zum ers­ten Mal auf­trat. Uns über­kom­men dann spon­tan gute oder auch unan­ge­neh­me Gefüh­le.

Ein Bei­spiel: Stell dir vor, du schal­test mor­gens das Radio ein und hörst einen Song, den du vor zehn oder zwan­zig Jah­ren mit dei­ner ers­ten gro­ßen Lie­be im Som­mer­ur­laub gehört hast.

Damals hast du die­ses Lied in Ver­bin­dung mit Ver­liebt­sein, Frei­heit und Lebens­freu­de erlebt. Heu­te wirst du die­ses Gefühl schon nach weni­gen Tak­ten wie­der spü­ren.

Grund dafür ist der Glückshormon-Cocktail von damals, der eine auf­re­gen­de Zeit mit die­sem bestimm­ten Lied abge­spei­chert hat.

Ein wei­te­res Bei­spiel ist der Geruch von Son­nen­creme: Bei wem lau­fen nicht sofort die Bil­der von Strand, Meer und blau­em Him­mel im Kopf zusam­men? Wer sehnt sich nicht nach dem nächs­ten Urlaub und Son­nen­wär­me auf der Haut?

Auch hier­für ist ein posi­ti­ves Pro­gramm ver­ant­wort­lich, das wir gemein­sam mit einem bestimm­ten Sin­nes­reiz abge­spei­chert haben.

Neben posi­ti­ven Pro­gram­men ver­fü­gen wir jedoch auch über Angst­pro­gram­me. Und gera­de jene aus Kind­heit oder früher Jugend sit­zen beson­ders fest.

So haben bei­spiels­wei­se Erwach­se­ne, die frü­her im Sport­un­ter­richt auf­grund ihres Gewichts gehän­selt wor­den sind, nega­ti­ve Emo­tio­nen im Hin­blick auf sport­li­che Akti­vi­tä­ten abge­spei­chert. Und obwohl die­se Ereig­nis­se schon vie­le Jah­re zurück­lie­gen, ver­hin­dert das Unter­be­wusst­sein bis heu­te jeden Spass an Sport.

Wir wür­den ger­ne, aber wir kön­nen nicht.

Warum ist Veränderung so schwierig?

Sind bestimm­te Reak­tio­nen erst ein­mal pro­gram­miert, so lau­fen bei ähn­li­chen Rei­zen auto­ma­tisch die glei­chen Mecha­nis­men ab.

Zwar glau­ben wir, Lebe­we­sen mit einem frei­en Wil­len zu sein, doch lei­der stimmt das nur bedingt. Wenn ein Reiz, wie z.B. ein Geruch oder eine bekann­te Situa­ti­on, auf­tritt, so wird in Bruch­tei­len von Sekun­den der glei­che Hor­mon-Cock­tail ausgeschüttet, wie bei sei­ner Erst­pro­gram­mie­rung.

Dabei macht das Unter­be­wusst­sein kei­nen Unter­schied zwi­schen einer rea­len Situa­ti­on oder einer Vor­stel­lung, die allein in unse­rem Kopf abläuft.

Ver­hal­tens­än­de­rung bedeu­tet daher, sich mit Auto­ma­tis­men aus­ein­an­der zu set­zen: Wir kom­men abends von der Arbeit nach Hau­se, sind geschafft von dem Tag, sehen unse­re Couch und den Fern­se­her. Wie an den Tagen zuvor wol­len wir uns hin­ein fal­len las­sen und durch das Abend­pro­gramm zap­pen – das bedeu­tet für uns Ent­span­nung.

Wir haben Wege gefun­den, uns zu beloh­nen und in schwie­ri­gen Situa­tio­nen zu stär­ken. Das ist einer­seits schön, weil wir wis­sen, was uns gut tut und was wir brau­chen. Auf der ande­ren Sei­te sind all die­se Wege aber zu auto­ma­ti­schen Pro­gram­men gewor­den.

Wir ver­hal­ten uns schon seit ewi­gen Zei­ten in bestimm­ten Situa­tio­nen gleich. Die­se Ver­hal­tens­wei­sen wer­den von unse­rem Unter­be­wusst­sein abge­spielt und ver­mit­teln uns ein ange­neh­mes Gefühl.

Sie zu durch­bre­chen, und nach einem anstren­gen­den Arbeits­tag eher noch ins Fit­ness­stu­dio zu gehen als sich auf die Couch zu legen, erfor­dert viel Kraft.

Was also tun, um unser Verhalten zu ändern?

Für eini­ge die­ser Auto­ma­tis­men benö­ti­gen wir pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung, um ihren Ursprung zu ver­ste­hen. Zum Bei­spiel dann, wenn unse­re Part­ner­schaf­ten immer wie­der an unse­rer Eifer­sucht schei­tern.

Oder aber, wenn wir auf der Arbeit regel­mä­ßig mit unse­rer Art bei den Kol­le­gen anecken und ein­fach nicht ver­ste­hen, war­um.

Hier kann es hel­fen, wenn jemand von außen die Situa­tio­nen und unser Ver­hal­ten betrach­tet und uns dabei unter­stützt, neue Wege ein­zu­schla­gen.

In ande­ren Fäl­len wie­der­um, näm­lich, wenn wir genau wis­sen, wo der Schuh drückt und was wir brau­chen, kön­nen wir uns auch allein unse­ren Her­aus­for­de­run­gen stel­len.

Dann ist es wich­tig, dass wir in uns hin­ein­hö­ren, uns ganz bestimm­te Situa­tio­nen bewusst wer­den las­sen und Ver­hal­tens­wei­sen sowie Gedan­ken und Gefüh­le, die wir mit die­ser Situa­ti­on in Ver­bin­dung brin­gen, hin­ter­fra­gen.

Ist es zum Bei­spiel der grum­me­li­ge Blick einer Kol­le­gin, den ich auf mich bezie­he? Oder das Gefühl, dass Men­schen auf­hö­ren zu spre­chen, sobald ich den Raum betre­te? Sind die­se Situa­tio­nen Wirk­lich­keit oder nur das Ergeb­nis mei­ner Gefüh­le?

Im Rah­men die­ser Selbst­re­fle­xi­on set­zen wir uns mit uns selbst aus­ein­an­der und schaf­fen Raum für Ver­än­de­rung.

Ein­sicht und Antrieb hel­fen uns dabei, unbe­wuss­te Gedan­ken, Gefüh­le und Ver­hal­tens­wei­sen zu ergrün­den und ganz bewusst neue Wege ein­zu­schla­gen.

Zur Unter­stüt­zung einer erfolg­rei­chen Ver­hal­tens­än­de­rung haben wir einen Mas­ter­plan in drei Schrit­ten ent­wi­ckelt:

1. Schritt Verhalten bewusst machen.

Um unser Ver­hal­ten zu ver­än­dern, müs­sen wir es zunächst ver­ste­hen und mög­li­che Her­aus­for­de­run­gen aus­ma­chen. Das Zau­ber­wort heißt hier: Selbst­be­ob­ach­tung.

Ist der Plan zum Bei­spiel, in naher Zukunft ein paar Kilos abzu­neh­men, lohnt es sich, das eige­ne Ess­ver­hal­ten mit Hil­fe eines Essens­ta­ge­buchs zu beob­ach­ten. “Mit einem Ernäh­rungs­ta­ge­buch sehen Sie, wie viel Sie am Tag wirk­lich essen.” sagt Pro­fes­sor Schus­di­ar­ra in der Apo­the­ken­rund­schau.

Dazu wer­den für einen bestimm­ten Zeit­raum (mind. 3 Tage) das Datum, die Situa­ti­on und die Lebens­mit­tel notiert, die jemand zu sich nimmt.

Mög­lich wäre, dass häu­fig abends vor dem Fern­se­her Süßig­kei­ten oder Chips geges­sen wur­den oder nach einem stres­si­gen Tag mehr Wein floss als an ent­spann­ten Tagen. Das regel­mä­ßi­ge Aus­fül­len die­ses Pro­to­kolls ist wich­tig, um im Anschluss die Aus­wer­tung des Tage­buchs erfolg­reich durch­zu­füh­ren.

Eine Vor­la­ge für ein Essens­ta­ge­buch stellt die Apo­the­ken­rund­schau kos­ten­los hier bereit.

2. Schritt Veränderungen planen

Durch die Selbst­be­ob­ach­tung und Ana­ly­se des Tage­buchs wird deut­lich, wo der Schuh eigent­lich drückt. Im Anschluss dar­an wird die Ver­hal­tens­än­de­rung prä­zi­se geplant.

Dafür ist es hilf­reich, Ant­wor­ten auf fol­gen­de Fra­gen zu fin­den:

  • Wel­ches Ver­hal­ten möch­ten wir kon­kret ver­än­dern?
  • Wie genau möch­ten wir das tun?
  • Brau­chen wir dafür Unter­stüt­zung von Freun­den und Fami­lie?
  • Was moti­viert uns bei mög­li­chen Rück­schlä­gen?
  • Und mit was kön­nen wir uns nach die­sem gan­zen Stress beloh­nen?
  • Schrei­be die Ant­wor­ten am bes­ten zusätz­lich zu dei­nem Tage­buch auf oder notie­re sie dir in dei­nem Smart­pho­ne. So hast du die immer “griff­be­reit” als Erin­ne­rung.

    3. Schritt Verhalten umsetzen

    Nach­dem wir unser Vor­ha­ben geplant haben, füh­ren wir uns die Ver­hal­tens­än­de­rung genau vor Augen. Dabei unter­stüt­zen Ima­gi­na­ti­ons­übun­gen. Sie spre­chen unser Unter­be­wusst­sein direkt an und moti­vie­ren uns, die emo­tio­na­le Anstren­gung zu unter­neh­men, unse­re Gewohn­hei­ten abzu­le­gen.

    Hier ein kur­zes Bei­spiel, wie eine Ver­hal­tens­än­de­rung durch­ge­spielt wer­den kann:

    Geht es viel­leicht dar­um, mehr Akti­vi­tät in den All­tag zu inte­grie­ren, schlie­ßen wir die Augen und beschäf­ti­gen uns in Gedan­ken mit fol­gen­dem Sze­na­rio:

    Es ist Sams­tag­mor­gen. Wir zie­hen uns die Sport­klei­dung an, gehen nach drau­ßen, die Vögel zwit­schern und die Son­ne kit­zelt im Gesicht. Wir spü­ren die fri­sche, kla­re Luft, atmen tief ein und wie­der aus. Wir lau­fen los und spü­ren in unse­ren Kör­per hin­ein, in unse­re Arme und Bei­ne. Was macht die Bewe­gung mit uns? Wie fühlt es sich an? Und was emp­fin­den wir, wenn wir im Anschluss an die Bewe­gungs­ein­heit wie­der zu Hau­se ankom­men? Sind wir erleich­tert? Stolz? Glück­lich?

    Jetzt bist du dran. Begin­ne gleich jetzt damit, dei­ne Gewohn­hei­ten zu hin­ter­fra­gen und alte Ver­hal­tens­mus­ter abzu­le­gen.

    Ein­fachs­ter Schritt: Lade dir die Vor­la­ge hier her­un­ter, dru­cke sie dir aus oder spei­che­re Sie dir auf dem Com­pu­ter und begin­ne sofort mit der Selbst­be­ob­ach­tung. Was hast du heu­te bereits geges­sen?

    Mentales Schlankheitstraining kann dein Unterbewusstsein steuern.

    Bist du inter­es­siert wie dir das Men­ta­le Schlank­heits­trai­ning bei der Steue­rung dei­nes Unter­be­wusst­seins hel­fen kann. Dann lade dich jetzt die kos­ten­lo­se Hör­pro­be hier her­un­ter. Ich gebe dir die Chan­ce dein Wohl­fühl­ge­wicht für immer zu errei­chen.

    Exklu­si­ves Ange­bot:
    Möch­test du das Men­ta­le Schlank­heits­trai­ning kos­ten­los tes­ten, um dein Ess­ver­hal­ten lang­fris­tig zu ver­än­dern? Dann kli­cke hier und star­te noch heu­te.

    Die­ses Erfolgs­er­leb­nis hat Hei­ke T. mit der kos­ten­lo­sen Hör­pro­be:
    Facebook_Kommentar_Heike_T

    Kennst du jemand, der auch etwas in sei­nem Leben ver­än­dern möch­te sich aber immer gefragt hat was ihn davon abhält. Dann mar­kie­re sie in den Kom­men­ta­ren.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.